Kinder- und Jugendbeteiligung

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Schulen mit Courage:

Lichtenberg mit Courage

Das Netzwerk "Lichtenberg mit Courage" bietet Schüler/innen eine gegenseitige Beratung und Begleitung für die jeweilige Praxis in ihrer Schule. Die Teilnehmenden werden ihrem Bedarf entsprechend fachlich unterstützt, u.a. zu den Themen Mobbing, Rassismus, Sexismus und Homophobie sowie darauf vorbereitet, eigenständig Gruppen bzw. AGs an ihrer Schule zu leiten. Dies findet z.B. in Fortbildungsmodulen statt, durch die die Schüler/innen als Expert/innen für ihre Schule qualifiziert und befähigt werden, die Themen kreativ in die Schulagenda einzubringen.
Das Netzwerk ist zudem Ausgangspunkt für die Planung und Durchführung eines regelmäßigen schulübergreifenden "Talk mit Courage" mit Akteur/innen der Schule, wie Lehrer/innen, Schulleitung und Schulsozialarbeit. In diesem Talk mit Courage, erstmalig im August 2011, ist zunächst die Perspektive der Schüler/innen entscheidend. Er bietet ihnen den Raum, ihre Forderungen und Wünsche direkt an Schulleitungen und Lehrende adressieren zu können und als Gesprächspartner/innen ernst genommen zu werden. 2012 wurde er erstmalig durch zwei Schüler/innen des Netzwerks vorbereitet und moderiert.
Ziel war es insgesamt, neue, niedrigschwellige Angebote demokratischer Beteiligung in allen Schulformen zu schaffen. Verbunden damit war das Anliegen, die beteiligten Schulen bzw. interessierte Schüler/innen in einem Gremium außerhalb der Schule zu vernetzen. In der Schule erleben sie sich durch die Vernetzung mit uns und anderen nicht mehr nur als `Einzelkämpfer/innen´. Sie erhalten Anerkennung für ihr Engagement sowie die nötige Unterstützung und gewinnen so Mut zum aktiv werden. "Lichtenberg mit Courage" ist somit ein Forum, das einen schulübergreifenden Erfahrungsaustausch von Schüler/innen, die sich für ein Engagement gegen Diskriminierung entschieden haben, ermöglicht. Es bietet Schüler/innen auch nach Beendigung der Schule eine Möglichkeit,

sich weiterhin zu engagieren und ihr Wissen an jüngere Schüler/innen beratend weiter zu geben (Peer-Learning). Damit soll das nachhaltige Engagement in den Schulen gesichert werden, indem eine Implementierung des SOR-SMC-Gedankens als gelebte demokratische Alltagskultur erreicht und auch die nachfolgenden Schüler/innengenerationen in den Prozess mit eingebunden werden.

Der bereits 2011 stattgefundene Aktionstag „Lichtenberg mit Courage“ wurde 2012 dahingehend erweitert, dass (ehemalige) Schüler/innen aus dem Gremium selbst dazu qualifiziert wurden, Workshops anzuleiten. Dies fand in den Sommerferien in Form einer Qualifizierungswoche statt, bei der wir uns sowohl mit Diskriminierungsebenen als auch mit Methoden zu ihrer Bearbeitung beschäftigt haben. Ein Schwerpunkt lag dabei auf dem Fairplay-Ansatz und der Verbindung von Sport mit einem demokratischen wertschätzenden Miteinander. Gemeinsam mit den Referent/innen entwickelten die Schüler/innen Fairplay-Workshop-Module für den

Aktionstag im September. Ein Teil des Gremiums engagiert sich zudem im Rahmen der Initiative „Eishockeyfans für Toleranz“, die am Aktionstag ebenfalls eigenständig einen Workshop anleiteten. Neben der erprobten Kooperation mit den Berliner Eisbären entstanden neue Kontakte und Ideen, u.a. mit den „Fußballfans gegen Homophobie“ und dem Lesben- und Schwulenverband, die weitergeführt werden sollen.
Verstärkt wurde ebenso die Kooperation mit einzelnen Schulen, in Form der Durchführung von Einführungs-Workshops zum Thema (Schule ohne) Rassismus in den neuen 7. Klassen, der Betreuung einer Schüler/innen-AG durch ehemalige Schülerinnen des Netzwerks sowie die Vernetzung mit anderen Schulprojekten wie Buddy- und Teamer/innen-Projekten.

Zum Lichtenberger Netzwerk gehören:

Herder Gymnasium
Gutenberg Schule
Ardenne Gymnasium,
Kant Gymnasium
Phillip Reis Oberschule
Grundschule am Wilhelmsberg
Carl von Linné Schule
Puschkin Schule

Jugendfreizeiteinrichtungen gegen Diskriminierung:

Beleidigungen, Abwertungen und Diskriminierungen aufgrund kollektiver Merkmale gehören zum Alltag in der Jugendarbeit. Adäquat darauf zu reagieren, ist nicht immer leicht für die Mitarbeiter_innen. Aus dem Wunsch nach einem kontinuierlichen Austausch, nach Unterstützung und einem abgestimmten Vorgehen heraus,
entstand in Berlin Hohenschönhausen/Lichtenberg eine Fachaustauschrunde, die sich seit 2009/2010 regelmäßig zu dieser Thematik trifft.
Anfangs setzten sich die Mitarbeiter_innen mit den verschiedenen Diskriminierungsformen auseinander und stellten ein Fortbildungsprogramm für Multiplikator_innen und Jugendliche zusammen. Seit 2011 wird das Projekt durch den Lokalen Aktionsplan (LAP) Hohenschönhausen gefördert. Der Kreis der Fachaustauschrunde erweitert sich seitdem kontinuierlich. Immer mehr Mitarbeiter_innen von Jugendfreizeiteinrichtungen in Hohenschönhausen und Lichtenberg sowie

Straßensozialarbeiter_innen diskutieren seitdem über Standards in der Offenen Jugendarbeit.
Ziel ist es, einen diskriminierungsfreien Raum zu schaffen, in dem eine Kultur des gegenseitigen Respekts in gemeinsamer Verantwortung entstehen kann. Der Anspruch ist dabei, bereits vorhandene und gelebte Vielfalt zu fördern und sichtbar zu machen.
Die Voraussetzung für ein gemeinsames Vorgehen im Team, Träger und in Netzwerken ist die Verständigung über zentrale Begriffe und Definitionen. So kann Handeln abgestimmt und auch einrichtungsübergreifend den Jugendlichen vermittelt werden. Es geht dabei nicht um vorgegebene Handlungsmuster, welche als einzig richtige gelten, sondern darum, einen Orientierungsrahmen zu schaffen, der Spielraum für inhaltliche Auseinandersetzungen und individuelle Handlungsstrategien bietet. Es geht um eine inhaltliche Positionierung: eine nach außen sichtbare Haltung!

Zum Netzwerk gehören folgende Jugendfreizeiteinrichtungen:

Mädchensportzentrum Pia Olymp,
JFE Full House,
JFE Spik e.V.,
JFE Mikado,
JFE Welseclub,
JFE Holzwurmhaus,
JFE Future,
JFE Ausblick e.V.,
JFE Trialog,
JFE Profihaus,
JBS Plexus,
JFE Leo´s Hütte
Team Gangway (Hohenschönhausen)

Weitere Informationen unter:
http://www.licht-blicke.org/?page_id=13

mail@licht-blicke.org
Frau Wiebke Eltze