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Jugendbeteiligungsprojekte

Spielleitplanung in Lichtenberg

Spielleitplanung in Lichtenberg – ein Projekt geht in die nächste Runde……

Der Beschluss wurde im Jahr 2010 gefasst, dass Lichtenberg auch eine Spielleitplanung auf den Weg bringen will, sowie Pankow das als Pilotbezirk gemacht hatte. Die Umsetzung begann dann 2014. Wir konnten das Planungsbüro „dieraumplaner“ gewinnen, dieses Konzept für Kinder und Jugendliche in der Frankfurter Allee Nord, umzusetzen.

Was ist eine Spielleitplanung????

Hier wird ein gesamtes Gebiet durch die Augen von Kindern und Jugendlichen betrachtet. Mit Hilfe von Fragebögen und gemeinsamen Kiezspaziergängen, können Kids ihre Ideen, Hinweise und Kritikpunkte anbringen. Hier sind alle Orte gemeint, die Kinder und Jugendliche interessieren oder die sie durchqueren müssen. Das können Spielplätze sein oder Parks, aber auch Straßenkreuzungen und Brachen. Hier können die jungen Bewohner*innen eines Kiezes, ihre Meinung einbringen und diese werden dann in Maßnahmen übertragen. Sodass die Fachleute in den Ämtern dafür Sorge tragen können, die Hinweise umzusetzen bzw. zu berücksichtigen, bei Baumaßnahem und anderen Veränderung im Kiez.

Nun ist der Spielleitplan (Karte mit Piktogrammen) fertig und der Maßnahmenkatalog.

Die nächste Runde ist nun die, der Umsetzung!!! Es gibt ein Starterprojekt. Der Schulhof der Grundschule auf dem lichten Berg soll schöner werden. Das haben sich die Kinder, die bei der Spielleitplanung mitgemacht haben, gewünscht. Nun sind Fachleute im Gespräch und werden versuchen, die besten Möglichkeiten zu finden. Diese werden dann dem Schüler*innenparlament der Grundschule vorgeschlagen.

Diese und andere Maßnahmen, sind Wünsche von Kindern und Jugendlichen, die auch ganz häufig den Wünschen von Erwachsenen entsprechen und somit dem gesamten Kiez, eine Verbesserung bringen. Kinder und Jugendliche haben leider nicht so oft die Möglichkeit ihre Meinung einzubringen und deshalb haben wir uns für diese besondere Methode entschieden, um den Jüngsten eine Stimme zu geben, die gehört wird.

Interkulturelles Gartenprojekt

„Hier wollen wir Wurzeln schlagen“
„Ein interkultureller Gemeinschaftsgarten ermöglicht mehr als die Ernte von frischem
Gemüse – er kann die Basis von Integration und gegenseitigem Verständnis sein.“
Ursula Taborsky
Das Klientel der Jugendfreizeiteinrichtung „Betonoase“ setzt sich zu einem
überwiegenden Teil aus Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
zusammen. Das Zusammentreffen verschiedener Kulturen, Religionen und
Weltbilder ist oft von Missverständnissen und Intoleranz geprägt. Daraus resultierend
gilt es als pädagogische Zielstellung, bei Kindern und Jugendlichen eine
interkulturelle Kompetenz zu entwickeln, die einen akzeptierenden und
wertschätzenden Umgang miteinander ermöglicht.

In Gesprächen mit den Kids kam der Wunsch nach Außenaktivitäten (insbesondere
in der wärmeren Jahreszeit) zum Ausdruck. Aus der Tatsache heraus, dass die
Einrichtung über kein Außengelände verfügt, haben wir den Wunsch der Kinder und
Jugendlichen aufgegriffen und gemeinsam nach realisierbaren Alternativen gesucht,
um pädagogisch betreute Angebote in einem Außengelände anzubieten. Die
Mitnutzung des Aktivspielplatzes in der Dolgenseestraße bot uns die Möglichkeit, in
diesem Areal einen Garten zu bewirtschaften.

Aus den Ergebnissen eines „Gartenwunschplakats“ in das jeder seine Wünsche eintragen konnte, wurde die Idee
entwickelt, einen „interkulturellen Garten“ ins Leben zu rufen. Interessierte Kids aus
verschiedenen Kulturkreisen haben gemeinsam die Planung der Gartengestaltung,
das Einsetzen der ausgesuchten Gemüse und Zierpflanzen sowie die Verbindlichkeit
und die Verantwortung der Pflege übernommen. Gemeinsam wurden dann mit Stolz
und Freude Tomaten, Paprika, Erdbeeren, Möhren und Bohnen geerntet und in
unserem Ernährungsprojekt „Nix für Dumme- gesünder leben“ verarbeitet.
Das Erleben des gemeinsamen Pflanzens , die Verantwortung der Pflege und das
Ernten waren für die Kids neue Erfahrungen und schafften eine Form von
Gemeinsamkeit und Verbundenheit.

Das bewusste Erleben Samen, kleine Keimlinge oder Blumen zu pflanzen und dann
zu sehen wie alles wächst und gedeiht, hinterließ bei den Kids bleibenden Eindruck.
Diese neuen nachhaltigen Erfahrungen schulten zum einen ihr Wissen, förderten die
gegenseitige Akzeptanz, schafften aber auch eine Form von Verbundenheit zu ihrer
Arbeit und einen gewissen Stolz auf ihre Leistung. Natürlich wurde der Garten auch
insbesondere in den warmen Tagen für kurzweilige Freizeitaktivitäten genutzt.
Federball, Beachvolleyballturniere und einfach nur draußen sitzen oder
gemeinsames grillen, waren weitere Indikatoren die den hohen Freizeitgehalt
unseres Projektes kennzeichneten.